Eröffnung der Wurmpromenade in Herzogenrath - das rote Band wird durchgeschnitten

„Leuchtturm­projekt“ Wurm­promenade Herzogen­rath fertiggestellt

Nach rund 1 ½ Jahren Bauzeit wurde die neu gestaltete Wurmpromenade nun offiziell für die Öffentlichkeit freigegeben. Damit lädt der gut 400 m lange barrierearme Weg entlang der Wurm zum Flanieren ein. Bürgermeister Benjamin Fadavian bezeichnet dieses Projekt als einen Meilenstein für die Stadtentwicklung, welches das Gesicht der Stadt spürbar verändert hat. Der Stadtkern kann anders wahrgenommen werden und die Wurm ist durch die sie begleitende Promenade wieder erlebbar – der Fluss Wurm wurde in den Mittelpunkt gestellt. Das blaue Geländer aus gelasertem Stahl sorgt darüber hinaus mit unterschiedlichen Blickdichten für stimmungsvolle Lichteffekte rund ums Wasser. Diese kommen dank eines ausgefeilten Beleuchtungskonzeptes sehr schön zum Tragen. Für den Pflasterbelag fand sandfarbener Betonstein Verwendung. Insgesamt wurde eine Fläche von 2.600 m² neu gestaltet, ergänzt durch zwei Balkone sowie zahlreiche, auf der Strecke verteilte Sitzgelegenheiten

Das blaue Geländer aus gelasertem Stahl sorgt darüber hinaus mit unterschiedlichen Blickdichten für stimmungsvolle Lichteffekte rund ums Wasser. Diese kommen dank eines ausgefeilten Beleuchtungskonzeptes sehr schön zum Tragen.

Vielfältige Bepflanzung

Zur Abrundung des Gesamtbildes wurden zum Jahresende zahlreiche Bäume und Stauden sowie rund 4.000 Frühblüher, darunter Tulpen, gepflanzt. Die 11 neu gepflanzten Bäume leisten einen wichtigen Beitrag zur Klimafolgenanpassung und spenden den Spaziergängern an warmen Tagen einen schattigen Platz. Derzeit wirkt die Anlage witterungsbedingt noch zurückhaltend, doch bereits im kommenden Frühjahr wird sich die Bepflanzung – insbesondere die Frühblüher – in voller Farbenpracht zeigen und Spaziergängerinnen und Spaziergänger begeistern.

Informationen vor Ort und per QR-Code

Entlang der Promenade informieren Tafeln über die Bedeutung der Wurm für die Stadt Herzogenrath. So wird unter anderem erläutert, dass die Wasserkraft des Flusses früher zur Energiegewinnung durch Mühlen genutzt wurde. Wer tiefergehende Informationen wünscht, kann diese bequem über QR-Codes abrufen.

Kein Badegewässer

So reizvoll ein Sprung ins kühle Nass auch sein mag – die Wurm ist nicht zum Baden geeignet. Aufgrund ihrer Kanalisierung weist sie selbst bei einem normalen Wasserstand eine kräftige Strömung auf, die das Schwimmen gefährlich macht. Daher ist es ratsam, einen gesunden Abstand zum Ufer zu halten und den Fluss von der Promenade aus zu genießen.

Paradebeispiel für integrierten Hochwasser­schutz

Die Wurmpromenade lädt nicht nur zum Spazieren und Verweilen ein, sie ist zeitgleich ein geschickt getarnter Hochwasserschutz. Die Schutzmauer auf 190 m Länge soll die Wurm auch bei extremem Wasserstand im Zaum halten.

Nach heutigen Standards gewährleistet die Mauer Schutz vor einem statistisch einmal in 100 Jahren auftretenden Hochwasser (HQ100).

Teil eines umfassenden Maßnahmen­pakets

Der Hochwasserschutz an der Wurmpromenade ist die erste von insgesamt 15 Maßnahmen des Masterplans des Wasserverbandes Eifel-Rur (WVER) für die Wurm, die gemeinsam mit der Stadt umgesetzt werden. In etwa zwei Jahren ist der erste Spatenstich für ein großes Regenrückhaltebecken vorgesehen. Zudem dürfte die Engstelle der Wurm an der Kleikstraße weiterhin auf der Liste der noch zu lösenden Herausforderungen stehen.

Die Wurmpromenade ist ein rundum gelungenes Paradebeispiel dafür, dass funktionaler Hochwasserschutz und die Schaffung einer lebenswerten Stadtumgebung harmonisch miteinander verbunden werden können.